Lauras Geburtsgeschichte

Von Laura Hollis

Lauras Geburtsgeschichte

Ich habe nicht geglaubt, dass Gebären sanft sein kann

Bevor ich den Geburtsvorbereitungskurs von MyGentleBorn besuchte, der auf HypnoBirthing basiert, hätte ich nie geglaubt, dass eine natürliche Geburt ohne Medikamente für mich in Frage käme, und ich bewunderte die Frauen, die das schafften. Ich war erleichtert gewesen, dass das Schweizer Spital, in dem ich mein zweites Kind zur Welt bringen wollte, Entonox verabreichen konnte, da ich es bei der Geburt unserer ersten Tochter in Grossbritannien gebraucht hatte.
Damals wusste ich noch nicht, dass diese Geburt ganz anders verlaufen würde, als ich erwartete.Während des zweitägigen Kurses lernten ich und ein anderes Paar die Grundidee von HypnoBirthing kennen, nämlich, dass das Gebären eines Babys ein natürlicher Prozess ist, für den dein Körper bestens vorbereitet ist und vor dem eine werdende Mutter sich nicht fürchten sollte.
Denn Angst bewirkt, dass du deinen Körper verspannst, und daher ist es kontraproduktiv, wenn du während der Geburt Angst hast.Wir hörten von Kulturen, in denen Mütter ohne Schmerzmittel gebären und wo die Geburt dennoch nicht mit der Angst verbunden ist, die in der westlichen Welt so weit verbreitet ist. Wir schauten uns Videos an von Müttern, die friedlich und unkompliziert gebaren und uns zeigten, dass das möglich ist.
Wir machten eine Übung, bei der es darum ging, unsere ganz eigenen Ängste loszulassen, die wir in Bezug auf die bevorstehende Geburt hatten. Die meisten meiner Ängste kamen von der Geburt unserer ersten Tochter in Grossbritannien, denn diese war nicht gerade das, was ich als perfekte Geburt bezeichnen würde.

Die Diagnose

Während meiner ersten Schwangerschaft hatte man bei mir einen Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert, weshalb ich während der Geburt speziell überwacht werden musste und nicht im von Hebammen geführten Geburtszentrum unseres Spitals in Cambridge gebären konnte.

Während der Wehen musste ich einen an Apparate angeschlossenen Beobachtungsgurt tragen, so dass meine Bewegungsfreiheit eingeschränkt war. Ich verbrachte einen Grossteil der Wehen auf Händen und Knien auf dem Bett. Doch als es Zeit wurde, zu pressen, bat mich die Hebamme, mich auf den Rücken zu legen, damit sie den Gurt in Position halten konnten. Ich quälte mich mit der Geburt – ich weiss nicht, ob das teilweise mit der nicht eben idealen Position zu tun hatte – und das medizinische Team entschied, dass das Baby gestresst würde und dass sie eingreifen müssten.

Der Arzt überstimmte die Hebamme, die zweifelte, ob ein Dammschnitt wirklich nötig war, und so wurde der Schnitt gemacht und mithilfe einer Saugglocke wurde das Baby zur Welt gebracht. Meine Tochter hatte ein Hämatom auf dem Kopf von der Saugglocke, und die Naht des Dammschnitts brauchte extrem lang, bis sie verheilt war. Obwohl ich erleichtert war, dass das Baby gesund und sicher war, war ich sehr enttäuscht, dass mir die Erfahrung verwehrt geblieben war, sie selbst zu gebären.

Der Geburtsvorbereitungskurs von MyGentleBorn half uns nicht nur, unsere Ängste zu erkennen und loszulassen, sondern vermittelte uns auch Werkzeuge, die wir in verschiedenen Stadien der Geburt einsetzen konnten, wie Atemtechniken, beruhigende und das Selbstvertrauen stärkende Visualisierungen sowie eine Massage, die die Endorphin-Ausschüttung fördert. Unsere Hausaufgaben bis zur Geburt waren, die HypnoBirthing-Affirmationen zu hören und zu üben, uns in einen tief entspannten Zustand zu begeben und jeden Muskel zu entspannen.

17 Stunden bevor die Wehen begannen

“Ich begann zu kämpfen, da die Wehen so stark wurden, dass danach mein ganzer Körper zitterte. Daher bat ich meinen Mann, mich ganz sanft zu massieren, eine weitere HypnoBirthing-Technik, die Endorphine freisetzt. Das nahm die schlimmsten Schmerzen, und seine Gegenwart und seine Unterstützung zu spüren, tat mir gut.”

Laura Hollis

Journalistin

Die Wehen beginnen zu Hause

Nach mehreren Wochen Übungswehen und einem falschen Alarm, wegen dem wir noch vor der 37. Woche ins Spital fuhren, erwachte ich um 4.45 Uhr am Morgen des Geburtstags meines Mannes und drei Tage nach dem errechneten Geburtstermin mit dem vertrauten Gefühl, dass mein Bauch sich zusammenzog und die periodeähnlichen Krämpfe begannen. Eine gute Stunde lag ich da und fokussierte darauf, wie sich mein Körper anfühlte, ohne meinem Mann etwas zu sagen, da ich nicht wollte, dass er wieder hoffte und dann doch nichts war. Doch die Wehen kamen alle 15 Minuten und fühlten sich stärker an als alle, die ich in den vorangegangenen Wochen gehabt hatte, also begann ich zu hoffen, und schliesslich teilte ich meinem Mann mit, dass er möglicherweise ein extra Geburtstagsgeschenk bekommen würde.

Wir blieben noch mehr als zwei Stunden im Bett, und ich begann, die Techniken anzuwenden, die ich im MyGentleBorn-Kurs gelernt hatte. Mit jeder Kontraktion (im HypnoBirthing als „Welle“ bezeichnet) atmete ich tief und langsam ein und aus, und konzentrierte mich darauf, jeden Muskel in meinem Körper zu entspannen, ganz speziell meinen Kiefer, da dieser mit dem Beckenbereich verbunden ist. Ich begann auch, positiv zu denken und mich daran zu erinnern, dass Gebären ein ganz natürlicher Vorgang ist und deshalb kein Grund für Panik und ein Ankämpfen gegen den eigenen Körper, sondern ich versuchen wollte, mit ihm zu gehen.

Um 7.20 Uhr stand ich auf und nahm ein Bad. Die Wehen wurden stärker und häufiger, als ich mich bewegte. Um 8.30 Uhr wachte unsere Kleine auf, und wir frühstückten gemeinsam. Mein Mann bekam seine Geburtstagsgeschenke, und wir machten unsere Tochter fertig, damit wir sie zu Freunden bringen konnten, während ich immer wieder kurz innehalten musste, um durch die Wehen zu atmen. Um 9.45 Uhr dachte ich, die Fruchtblase sei geplatzt, aber später realisierte ich, dass es „nur“ der Schleimpropf war.

Kurz nach 10 Uhr holten unsere Freunde unsere Tochter ab. Die Wehen kamen nun nicht mehr regelmässig, also beschlossen wir, noch etwas länger zu Hause zu bleiben. Ich schaute mir eine Comedy-DVD an, um meine Endorphine anzukurbeln, und bewegte mich immer wieder anders – gehen, auf einem Yogaball wippen, auf meinen Knien schaukeln –, denn ich wollte unter keinen Umständen, dass die Wehen wieder aufhörten. Es war ein wunderbar sonniger Tag, und das Haus war lichtdurchflutet. Normalerweise ist das gut, aber in den Wehen ertrug ich es nicht, und ich erinnerte mich daran, dass ein Raum mit Dämmerlicht besser ist, um die Wehen in Gang zu halten, daher zog ich mich mit einem HpnoBirthing-Audio auf meinem iPod in ein verdunkeltes Zimmer zurück.

Am Nachmittag

Endlich, um halb zwei, entschieden wir uns, die drei Minuten ins nahegelegene örtliche Krankenhaus zu fahren, denn obwohl die Wehen immer noch unregelmässig waren, wurden sie stärker. Nach unserer Ankunft konnten wir direkt in den Gebärsaal und uns dort einrichten. Ein Überwachungsgurt wurde um meinen Bauch gezurrt, so dass die Hebammen den Herzschlag des Babys und die Wehenfrequenz überwachen konnten. Ich war erleichtert, dass der Gurt keine Kabel hatte und ich damit herumgehen und sogar in den Gebärpool steigen konnte. Ich glaube, das ist eins der Schlüsselelemente, die meine zweite Geburt zu einem komplett anderen Erlebnis machten als die erste: dass ich selbst entscheiden konnte, welche Position ich einnehmen wollte.

Im Gebärsaal - ich höre ein Hypnobirthing Audio

Um 14.25 Uhr führte der diensthabende Gynäkologe eine Untersuchung durch und stellte fest, dass der Muttermund ca. 3 cm weit offen war. Mein Mann sorgte für entspannende Musik und dimmte das Licht, während ich mich weiter bewegte. Das medizinische Personal, das kam und ging, stellte fest, welch entspannte Atmosphäre im Raum herrschte. Knapp eine Stunde später, als ich auf dem Boden kniete und schaukelte, während mein Oberkörper auf einem Yogaball ruhte und ich durch die Wehen atmete, kam die Hebamme, die bei der Geburt dabei sein würde und stellte sich vor. Sie hatte gerade ihre Schicht begonnen. Als ich mich auf den Knien aufrichtete, um mit ihr zu sprechen, platzte die Fruchtblase. Von dem Moment an wurden die Abstände zwischen den Wehen viel kleiner.

In der Gebärwanne zwei Stunden vor der Geburt

Ungefähr um 16 Uhr stieg ich in den Pool. Ich war nicht fixiert darauf, im Pool zu gebären, aber ich dachte, es wäre einen Versuch wert, und ich bin froh darum. Ich liebe es, im Wasser zu sein, und die Schwerelosigkeit, die es dir während der Wehen verleiht, scheint wirklich zu helfen. Am Anfang schwatzte ich noch zufrieden mit meinem Mann, aber dann intensivierten sich die Wehen, und ich musste innerlich darauf fokussieren, mit ihnen fertigzuwerden. Ich stellte fest, dass ich bei jeder Welle stöhnende Geräusche machte, die ich nicht wirklich kontrollieren konnte. Ich versuchte mit aller Kraft, mich auf die HypnoBirthing-Atemtechniken zu konzentrieren und jeden Muskel zu entspannen. Ich bekam Schwierigkeiten, weil die Wehen so stark wurden, dass danach mein ganzer Körper zitterte. Daher bat ich meinen Mann, die „leichte Berührungsmassage“ anzuwenden, eine andere HypnoBirthing-Technik, die Endorphine freisetzen soll. Das nahm die schlimmsten Schmerzen, und es tat mir gut, seine Gegenwart und Unterstützung zu spüren.

Um 17.15 Uhr fühlte ich den Drang zu pressen, und das zweite Stadium der Wehen begann. Natürlich sah ich nicht auf die Uhr – die Zeit nahm ich nur noch verschwommen wahr –, aber mein Mann notierte sich pflichtbewusst die wichtigen Momente. Kurz zuvor war ich am Punkt angelangt, wo ich dachte, dass ich nicht mehr konnte, doch ich erinnerte mich, dass ich sowohl im HypnoBirthing-Kurs wie auch im Kurs des National Childbirth Trust (NCT), den ich in Grossbritannien besucht hatte, gehört hatte, dass dieses Gefühl oft kommt, bevor das Pressen beginnt. Das gab mir die Hoffnung und Kraft, weiterzumachen – das Ende war in Sicht. Ich denke, diese Klarheit im Kopf hatte ich dem Umstand zu verdanken, dass ich keinerlei Schmerzmittel nahm während dieser Geburt. Ich bin so froh, dass ich es ohne Entonox machte, denn mein Kopf war viel klarer als bei der Geburt meiner ersten Tochter, und ich fühlte mich diesmal viel stärker als Herrin der Situation.

Mein Mann sagte, dass er es genoss, sich viel mehr einbezogen zu fühlen bei dieser Geburt, weil ich viel besser mit ihm kommunizieren konnte.

Das Licht am Ende des Tunnels

Ich weiss nicht mehr, wie ich durch die letzten Stadien des Pressens kam. Es war ziemlich sicher etwas vom Härtesten, das ich je tat. Ich war innerlich so fokussiert, dass ich in den letzten 45 Minuten meine Augen wohl kein einziges Mal öffnete, aber ich hörte die Worte meines Mannes neben mir, der mich daran erinnerte, meinen Kiefer loszulassen, und mich ermutigte, und ich folgte den Anweisungen von Hebamme und Gynäkologe, als sie mir rieten, die Position zu ändern oder meine Geräusche nur innerlich zu machen, um meine Energie so gut wie möglich einzusetzen. Ich brauchte jedes Quäntchen Energie und mentale Stärke, ganz besonders um den Kopf zu gebären, aber dann hörte ich, dass die Hebammen meinem Mann sagten, das Baby würde mit der nächsten Kontraktion kommen. Sie baten ihn, sich bereit zu machen, damit er es im Wasser in Empfang nehmen konnte. Endlich spürte ich die immense Erleichterung, als das Baby zur Welt kam, und die unbeschreibliche, surreale Freude, als mein Mann mir das Baby überreichte. Wir brauchten einen Moment, bis wir nachschauten, und dann sagte mein Mann: „Es ist noch ein Mädchen!“

Doch die Freude verwandelte sich kurz darauf in Sorge, denn die Hebamme meinte, dass das Baby nicht richtig atmete, weil die Nabelschnur um seinen Hals lag, als es zur Welt kam, und es einen Moment unter Wasser steckengeblieben war. Die Nabelschnur wurde durchtrennt, und das Baby wurde sofort unter eine Wärmelampe gelegt und bekam Sauerstoff. Da ich mich immer noch in der Gebärwanne befand, konnte ich nur einen Menschenknäuel sehen, inklusive meinem Mann, der sich um das Baby scharte, das machte mir ein bisschen Angst. Glücklicherweise dauerte es nicht lange, bis sie normal atmete, doch ihre Sauerstoffwerte wurden noch ein Weilchen überwacht, um sicherzugehen. Schliesslich wurde sie mir zurückgebracht, damit ich sie zum ersten Mal ausserhalb des Wassers in den Arm nehmen konnte.

Das erste Kuscheln ausserhalb des Wassers mit Maya

Abschliessende Gedanken

Einige Monate vor der Geburt unserer zweiten Tochter hätte ich noch nicht geglaubt, dass eine natürliche Geburt ohne Schmerzmittel für mich möglich wäre. Der HypnoBirthing-Kurs vermittelte mir Techniken, die zusammenwirkten mit denen, die ich im Schwangerschafts-Yoga gelernt hatte, und die mir halfen, in mich zu vertrauen und in die natürliche Fähigkeit meines Körpers, zu gebären. Ich denke, das und die Unterstützung eines Spitals, dem ich vertraute, machte es möglich, dass ich die Geburt hatte, die ich mir wünschte.

Ich habe so viel Gutes über das Spital und seinen Einsatz für natürliches Gebären gehört und ich hatte so viele gute Erfahrungen mit dem Personal dort gemacht, dass ich volles Vertrauen hatte, dass sie für uns und unser Baby das Beste tun würden. Das war, glaube ich, enorm wichtig für die erfolgreiche Geburt. Wir werden ewig dankbar dafür sein, dass diese Geburt in der Schweiz eine so gute Erfahrung war.

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“Der MyGentle-Born-HypnoBirthing-Kurs half mir, an mich selbst und die natürliche Gebärfähigkeit meines Körpers zu glauben.”

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